Elefant mit Zeitung im Rüssel

Mobilfunk-Netztest 2025: Immer in Verbindung bleiben

Mit einem überarbeiteten Konzept und verbesserten Messmethoden hat der Netzspezialist zafaco die Mobilfunknetzbetreiber in Deutschland getestet. IMTEST präsentiert die Ergebnisse.

Der aktuelle Mobilfunktest setzt klare neue Akzente. Die Messmethodik wurde umfassend erweitert und noch stärker am tatsächlichen Nutzererlebnis ausgerichtet.

Erweiterte QoS- und QoE-Messungen

Ein Schwerpunkt liegt auf den leistungsbezogenen QoS-Messungen. In die Bewertung fließen auch spezifische Messgrößen wie die DNS-Auflösungszeiten oder die Antwortzeiten von Gaming-Servern ein. 

Ergänzend dazu fließen anwenderzentrierte QoE-Messungen ein, beispielsweise durch die Analyse von Website-Ladezeiten. Damit lässt sich die Alltagstauglichkeit der Netze noch präziser darstellen.

Fokus auf Stabilität der Internetverbindungen

Ein weiteres Kernelement ist die Zuverlässigkeit der Datenverbindungen über längere Zeiträume. Bewertet wird, wie stabil eine Verbindung erhalten werden kann – eine Grundvoraussetzung für Homeoffice, Streaming und Gaming ohne Unterbrechungen.

Netzübergreifende Sprachtelefonie im Blick

Ein besonderes Augenmerk liegt zudem auf der netzübergreifenden Sprachtelefonie. Untersucht wird, wie zuverlässig die Übergänge zwischen Mobilfunk- und Festnetzen sowie zwischen verschiedenen Mobilfunknetzen funktionieren. Gerade im beruflichen Kontext ist dies ein hochrelevanter Aspekt.

Messkonzept und 24/7-Erhebung

Die technische Umsetzung erfolgt über ein Netz stationärer, regional verteilter Messeinheiten, das eine geografisch ausgewogene Datengrundlage sicherstellt.

Neu ist, dass QoS- und QoE-Messungen, Stabilitätstests und netzübergreifende Sprachtelefonie erstmals rund um die Uhr erfasst werden. So lassen sich neben Durchschnittswerten auch tageszeitliche Verläufe und typische Belastungsspitzen sichtbar machen – ein deutlicher Fortschritt für eine realistische Bewertung der Netzqualität.

Einbindung von Crowdsourcing-Daten

Zur Abrundung des Nutzerbildes werden Crowdsourcing-Daten aus der Breitbandmessung der Bundesnetzagentur einbezogen. 

Darüber hinaus sind die Ergebnisse der ersten bundesweiten Mobilfunk-Messwoche (Deutschland checkt sein Netz) mit mehr als 195 Millionen erfassten Messpunkten in die Auswertung eingeflossen

Damit liegt eine belastbare Grundlage vor, die das reale Nutzererlebnis im Alltag umfassend und differenziert widerspiegelt.

Die Ergebnisse: Kopf an Kopf und doch kein Foto-Finish

Auch wenn alle vier Anbieter nach Schulnoten dicht beieinanderliegen, zeigen die Ergebnisse doch erkennbare Qualitätsunterschiede.

Im Gesamtergebnis geht die Telekom mit „sehr gut“ (Note 1,35) als Sieger aus dem Test hervor. Ebenfalls „sehr gut“ ist die Gesamtleistung von Vodafone (Note 1,47). Dagegen müssen sich O2 Telefónica (Note 1,60) und 1&1 (Note 1,63) mit dem Qualitätsurteil „gut“ zufriedengeben.

Das auf den ersten Blick dichte Feld wird in der Betrachtung der Detailbewertungen zusätzlich entzerrt und zeigt stärkere Unterschiede in einzelnen Test-Modulen (Stability, Voice, WebServices, Streaming, Daten, Netzverfügbarkeit).

Alle Ergebnisse im Detail gibt es auf IMTEST.de. Für weitere Informationen zum Test wenden Sie sich an netztest(at)zafaco.de.