04.09.2020

LTE-Homespots im Test: Mobiles Internet als Festnetz-Ersatz

Internet per Mobilfunk-Homespot wird vor allem dort angeboten, wo es keine echten Breitbandanschlüsse gibt. connect und zafaco haben untersucht, was Nutzer von solchen Lösungen erwarten dürfen.

Die Rahmenbedingungen und Strategien beim Breitbandausbau haben zur Folge, dass es sowohl in Deutschland als auch in Österreich Orte gibt, an denen DSL, Kabel und/oder Glasfaser nicht verfügbar sind – wo aber LTE-Mobilfunk recht gut zu empfangen ist.

Kunden an solchen Standorten bieten die Netzbetreiber gerne an, ihre heimische Breitbandanbindung per LTE über einen sogenannten Homespot oder „LTE-Cube“ herzustellen. Dabei handelt es sich um LTE-Modems für stationären (sprich: an eine Stromsteckdose gebundenen) Betrieb.

Populär sind Homespots darüber hinaus auch für den Einsatz in Ferienwohnungen und bei Campern – gerade in Wohnmobilen dienen sie häufig dazu, unterwegs eine Internetverbindung bereitzustellen.

 

Leistung im Mobilfunknetz hängt auch von anderen Nutzern ab

Für stationäre Nutzer ist die Anbindung per LTE in der Regel „besser als nichts“, hat aber auch Schattenseiten. Zum einen verzichten nur die teuersten Homespot-Tarife auf eine Limitierung des Datenvolumens – in günstigeren Tarifen erfolgt nach Verbrauch des Inklusivvolumens eine Drosselung. Zum anderen sind die Mobilfunknetze in ihrer Leistung davon abhängig, wie viele Nutzer gleichzeitig in einer Funkzelle aktiv sind und was sie dort aus dem Netz abrufen.

Findet etwa in den Abendstunden viel Streaming gleichzeitig statt oder laden viele Nutzer ein gerade erschienenes Betriebssystem-Update herunter, können Datenraten und Reaktionszeiten in den Keller gehen.

 

Das Nutzererlebnis steht bei diesem Test im Vordergrund

Die Firma zafaco mit Hauptsitz in Ismaning, mit der connect für unsere Breitband- und Festnetztests sowie viele weitere netzbasierte Leistungstests zusammenarbeitet, hat deshalb die Internetnutzung über LTE-Homespots unter die Lupe genommen.

Zu diesem Zweck sind an einigen zafaco-Standorten neben den leitungsbasierten Breitbandanschlüssen auch Homespots im Betrieb. Diese Geräte hat zafaco zwischen Mitte Juli und Mitte August durch einen umfangreichen Testparcours in den Disziplinen Web-Services und Web-TV geschickt. Insgesamt wurden in diesem Zeitraum 455 524 Messungen bewertet.

Als Referenz verglichen wir außerdem einen konventionellen 100-Mbit/s-DSL-Anschluss sowie einen DSL-Hybrid-Anschluss (also das Zusammenwirken aus eher schwacher ADSL-Leitung und Mobilfunk) mit den Ergebnissen der LTE-basierten Festnetzersatz-Produkte.

Wie gut die einzelnen Angebote abgeschnitten haben, lesen Sie in der connect Ausgabe 10/2020.