04.08.2017

Genau hingeschaut!

Downloads, Uploads, telefonieren und auch noch fernsehen – wer die „Triple Play“-Angebote der Netzbetreiber voll ausreizt, sorgt für ordentlich Last auf seiner Internetleitung. connect und zafaco haben genau untersucht, wie gut Anbieter und Angebote mit solchen Szenarien klar kommen.

Zum Fernsehempfang per Antenne (DVB-T), Satellit oder Kabel hat sich längst auch ein vierter Empfangsweg gesellt: Die Highspeed-Internet-Leitung.

Im Rahme ihrer „Triple Play“-Angebote wurden Telekom, Vodafone und 1&1 somit auch zu Lieferanten klassischer TV-Programme. Ob das Fernsehen über die DSL-Leitung dabei wirklich ein unterhaltsames Vergnügen ist, hängt allerdings von verschiedenen Faktoren ab: Zum einen von den Leistungen der verwendeten Set-Top-Boxen und der auf Anbieterseite laufenden Backend-Systeme

Und zum anderen von der Frage, ob hohe Auslastung der Datenleitungen durch gleichzeitigen Fernsehempfang, Downloads und Uploads sowie vielleicht auch noch parallel geführte IP-Telefonate dieses komplizierte Zusammenspiel aus dem Tritt bringt.

Denn die Anbieter müssen ausgeklügelte Lastmanagement-Strategien einsetzen, damit in solchen Szenarien kein Dienst und somit kein Familienmitglied zu kurz kommt.

 

Sonderauswertung zu IP-TV-Angeboten

Wie gut das klappt, untersucht connect in enger Zusammenarbeit mit seinem Festnetztest-Partner, der in Ismaning ansässigen Firma zafaco, bereits seit 2012. Die entsprechenden Messwerte erfassen wir dabei im Zuge unseres großen Festnetztests (siehe connect 8/2017) gleich mit – werten sie dann aber zur Untersuchung der IP-TV-Leistungen der Anbieter separat aus. 

Berücksichtigt haben wir dabei die drei Angebote Telekom EntertainTV, Vodafone TV und 1&1 DigitalTV provided by Telekom

 

Noch mehr Last durch zwei IP-TV-Streams

Dabei passen zafaco und connect auch ihre Methodik für die Bewertung von IP-TV-Angeboten regelmäßig an. In diesem Jahr haben wir deshalb als neues Testszenario den gleichzeitigen Empfang von zwei IP-TV-Streams in die Bewertung mit aufgenommen.

Diese Konstellation, die zu abermals höherer Last auf der Breitband-Leitung führt, ist keineswegs realitätsfremd: Sie tritt beispielsweise dann auf, wenn die Set-Top-Box eine Sendung im Hintergrund aufzeichnet, während der Nutzer ein anderes Programm live ansieht. Oder wenn ein Zweitfernseher mit einer zweiten Set-Top-Box genutzt wird – auch dies ist in Familien oder Wohngemeinschaften häufig der Fall. 

Auch in diesem Jahr zeigen die ermittelten Resultate, dass es bei den in diesem Bereich aktiven Anbietern und Angeboten deutliche Unterschiede gibt. Die ausführlichen Testergebnisse lesen Sielesen Sie in der connect-Ausgabe 9/2017.